Wissenschafts- Kunst- Projekt „WaldWeit“

Liebe Freundinnen und Freunde, liebe Nachbarinnen und Nachbarn, liebe Interessierte,

wir sind stolz auf die Ausarbeitung einzelner Bestandteile des „WaldWeit“ – ein Wissenschafts- Kunstprojekt zum Thema Wald, und darauf unser Team vorzustellen:

In Grundschulen des Landkreises Dahme-Spreewald werden im September / Oktober 2018 Workshops durchgeführt. Theaterpädagogik wird mit dem Thema Wald verknüpft, welcher so auf eine neue Weise vermittelt und den Schülern näher gebracht wird.

Am 15. September 2018, 19.30 Uhr fusionieren auf einer Freilichtbühne auf unserem Vereinsgelände Theater, Gesang, und Videokunst zu einer Performance-Collage. Ein neuer Zugang zu Wald und seinen nicht zu sehenden Vorgängen.

Beteiligte Künstler:
Angela Hundsdorfer – Regisseurin, Theaterpädagogin, Kinder- Philosophie- Trainerin Katja Tannert – physische Schauspielerin, Theaterschaffende
Samuele Huynh Hong/ Hendrik Fritze – visuelle Künstler
Sophie Tassignon- Gesang, Audio- Effekte
Peter Van Huffel / Wataru – Instrumental
Tom Kretschmer – bildende Kunst

Fachliche Beratung:
Anna-Leonie Wolfrum / Prof. em. Dr. Norbert Jung (Hochschule für Nachhaltige Entwicklung Eberswalde)

Mehr Informationen unter: www.waldweit.net

Förderzusage für unser Projekt „WaldWeit“

Wir freuen uns sehr über die Förderzusage für unser Projekt „WaldWeit“ durch das Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kultur des Landes Brandenburg! Wir werden gemeinsam mit Künsterinnen und Künstlern verschiedenster Sparten und unter fachlicher Beratung von Biologinnen und Biologen den Wald als soziales Lebewesen erforschen und daraus eine Performance entwickeln.

Einladung zur Lesung / Artist in Residence Abschlußveranstaltung

Liebe Freundinnen und Freunde, liebe Nachbarinnen und Nachbarn,

wir sind sehr stolz auf unsere erste Abschlußveranstaltung im Rahmen unseres „Artist in Residence“ Programms: Der Autor und Journalist Kai Schächtele liest am Samstag, dem 7. Juli um 19 Uhr aus einem Manuskript, das er bei uns in Neu am See geschrieben hat.

Seit 2 Monaten residiert der Autor, Journalist und Moderator bei uns am See. Er hat sich um den Salat und um die Hühner gekümmert. Er hat die brandschutztechnische Überprüfung der Feuerlöscher überwacht. Nebenbei hat er hart gearbeitet und die ersten drei Kapitel eines Romans, seines Debütromans, verfasst.

Er hat sich nicht wenig vorgenommen. Nämlich eine große, Jahrzehnte umspannende Geschichte aufzuschreiben, die die Schicksale von vier Menschen nachvollzieht, vom dritten Reich und den Wirren des 2. Weltkriegs bis in die siebziger Jahre der Bundesrepublik.

Vor fünf Jahren fand Kai Schächtele im Keller seiner Mutter die Liebesbriefe seines Großvaters an seine Großmutter. Er schrieb diese von der Front. Zeugnisse einer großen, wahrhaftigen Liebe in Zeiten der totalen Barbarei.

„Darunter sind mit die schönsten Briefe, die ich jemals gelesen habe –
es sind die meines Großvaters, der fünf Jahre vor meiner Geburt gestorben ist und dessen Tod wesentlich beigetragen hat zu dem, was meine Mutter später erlebt hat. Allein diese Briefe haben es verdient, endlich abgedruckt zu werden.“

(Aus seiner Bewerbung auf unser Artist in Residence-Programm)

Kai Schächtele liest erste, nicht redigierte Auszüge aus seinem Buch im Wechsel mit der Sängerin Maren Kling als Vorleserin.
Im Anschluß an die Lesung gibt es die Gelegenheit zu einem Gespräch mit dem Autor und wir werfen Grill und Pizzaofen an.

Wo? Auf unserem Gelände „Neu am See“, Dorfstraße nach Wutscherrogge, 15910 Neuendorf am See, Unterspreewald

Wann? Samstag, 7. Juli 2018 um 19 Uhr

Wer? Kai Schächtele, Journalist, Autor, Moderator www.kaischaechtele.de

Fördergelder für „Das kleine Gespenst – Kindertheater“

Vergabe der Fördermittel am 18.04.2018
„Das kleine Gespenst – Kindertheater“ in Neu am See 2016 / Foto: Christian Angl

Wir freuen uns, dass uns für „Das kleine Gespenst – Kindertheater“ nach einem Buch von Otfried Preußler Fördergelder von „Kultur, Bildung, Sport, Sorbenförderung Brandenburg“ sowie dem Kulturdezernat Dahme-Spreewald bewilligt wurden. Vereinsmitglied Jule Torhorst wird das Stück anlässlich des 25-jährigen Bestehens des Landkreises in Lübben aufführen.

https://www.dahme-spreewald.info/de/seite/37271.html

Geschichte schreiben wir gemeinsam

Zwei Vertreterinnen von Neu am See und den 1000 GESTALTEN haben einen Essay geschrieben über Beweggründe zu unserer Kunstaktion, die die Vorberichterstattung des G20 Gipfel prägte. Eine Aussage zusammengefasst: Geschichte wird nicht von einigen wenigen weißen Männern geschrieben, Geschichte ist ein kollektiver evolutionärer Prozess, an dem wir alle mitwirken. Es ist daher an uns zu entscheiden, wie diese aussieht.
Erschienen ist der Text in dem Online-Magazin von FUTURZWEI, der „Stiftung für Zukunftsfähigkeit“ von u.a. Harald Welzer, die sich das Aufzeigen und Fördern alternativer Lebensstile und Wirtschaftsformen zur Aufgabe gemacht hat und den Zukunftsalmanach herausbringt.

Link zum Essay

Herzliche Einladung zu unserer 1000 GESTALTEN Ausstellung!

 

Der G20 Gipfel in Hamburg im Juli 2017 hat die Wahrnehmung von politischem Protest in Deutschland verändert. Aber es gab nicht nur negative Bilder.
Mit der Unterstützung von unserem Netzwerk und dem Gängeviertel Hamburg sowie der Hanseatischen Materialverwaltung ist es uns gelungen, in der Gipfelwoche eine friedliche, weltweit wirksame Massenkunstperformance zu inszenieren. Hunderte in Lehm gehüllte Menschen aus allen Teilen der Gesellschaft haben in einer zweistündigen Choreografie auf Hamburgs Straßen ihrer Kritik am G20-Gipfel Ausdruck verliehen und zu mehr Menschlichkeit und Eigenverantwortung aufgerufen.
Die Bilder der 1000 GESTALTEN gingen in den großen Nachrichtensendungen und auf den Titelseiten der führenden Zeitungen um die Welt, wurden in den sozialen Medien millionenfach geteilt und begeistert kommentiert. Viele renommierte Fotografen und Filmemacher folgten unserer Einladung, die Performance zu dokumentieren. Dabei entstanden erstaunliche fotografische
Kunstwerke.
Eine Auswahl der besten Bilder wird nun vom 10 Januar bis 10 April 2018 in Kooperation zwischen dem Kulturdezernat Dahme-Spreewald und dem Kulturverein Neu Am See in den Räumen des Landratsamts Lübben gezeigt.

 

Voodoohop – Camp

Foto: Franziska Brodhun

Voodoohop, ein internationales Künstler und Musiker-Kollektiv mit Wurzeln in Brasilien, Frankreich, Deutschland etc hat bei uns sein alljährliches Camp gemacht. Vor 6 Jahren in Sao Paolo gegründet, ist Voodoohop zu einer kleinen Bewegung geworden, deren experimenteller Charakter sich in diversen Aktivitäten auslebt. Mit unterschiedlichen internationalen Künstlern, Tänzern, Visual Artists, Performern und Musiker haben sie einerseits einen tollen Musikstil entwickelt, bei dem sie elektronische Musik mit traditionellen und rituellen brasilianischen Einflüssen vermischen und samt Software, Licht- und Rauminstallationen neue Wege probieren.
Andererseits beschäftigen sie sich in Brasilien mit ökologisch-nachhaltigen Lebensformen, betreiben Agroforstwirtschaft, setzen sich für Gleichberechtigung der Geschlechter ein.

Bei uns sind die umtriebig Tourenden zusammengekommen, haben Bekannte aus Europa  getroffen, Pläne für die Zukunft geschmiedet und eine neue Compilation erstellt, die demnächst in Japan veröffentlicht wird.

Projektwochen & Workshop-Urlaub – Impressionen aus dem Sommer

 

Traditionen neu aufleben zu lassen und z.B. Spreewaldgurken einlegen waren bei allen beliebt
Vom Boot aus kann man das Biosphärenreservat am besten erkunden, wenn man Glück hat sieht man nicht nur Schwäne sondern auch Biber und Seeadler
Für Gesundheits-Therapien, Yoga und Massage wurde kurzzeitig ein Dom-Zelt errichtet
Zum Schutz vor Regen können bei größeren Treffen Zelte aufgestellt werden
Kindermalkurs bei Greta
Bewusstsein und Bewunderung für die Natur entwickelt jeder, der bei uns auf dem Platz ist
Zu den Naturspektakeln die man erleben kann gehört auch Bodennebel, der manche Abende in einen Zauber taucht
Die Libelle ist das Wappentier vom Unterspreewald und steht symbolisch für die gute Wasserqualität in der Region
Sie kamen einfach plötzlich über die Wiese…schöne Überraschungen und Staunen gehören bei uns dazu

Ein paar Eindrücke aus diesem Sommer… es wurden Spreewaldgurken eingelegt, Swing-Tanzkurse, Yoga-Workshops und Thai-Massagen gegeben, es gab Kindermalkurse, Besuch von Aliens, es wurde gesegelt, gepaddelt und die Natur bestaunt. Es fanden Meetings und Firmenausflüge statt, es wurde entwickelt, geplant und viel genossen.

Theater-Komödie „Handjob“

Foto und Plakatdesign: Chris Gonz

Zu dem bunten Blumenstrauß an Theaterstücken die bei uns auf dem Platz schon aufgeführt wurden gesellt sich nun auch die herrlich bitterböse Theater-Komödie „HANDJOB“ aus der Feder von Oscar-Preisträger Martin McDonagh („Brügge sehen und sterben“):

„Wisst ihr, wie sich das anfühlt? Wenn dir jemand zuwinkt, aus der Ferne, mit deiner eigenen Hand? Wisst ihr, wie sich das anfühlt?“

Carmichael (David Bredin) weiß, wie es sich anfühlt, denn Carmichael hat es erlebt. Ein Haufen nichtsnutziger Jugendlicher hat ihm die Hand abgeschnitten und sie mitgenommen – und ihm damit zugewinkt. Das ist lange her, aber Carmichael hat es nicht vergessen, und er will seine Hand wieder.

Auf seiner aberwitzigen Suche durchquert er das ganze Land, von Osten nach Westen, geht diffusen Hinweisen nach und sitzt doch immer wieder nur Betrügern auf. Das macht ihn noch wütender. Und noch entschlossener, endlich zurückzubekommen, was ihm gehört. Diesmal ist er an ein junges Gangsterpärchen (Kai Schumann, Cornelia Werner) geraten, das auf das schnelle Geld hofft. Als sich herausstellt, dass auch diese Hand nicht seine Hand ist, kommt es zu einem Showdown in einem Hotel in der amerikanischen Provinz; zu absurden Dialogen, und nicht zuletzt zu hochphilosophischen Ausführungen des einfältig-genialen Rezeptionisten (Benjamin Kramme), der lieber vom Heldentum träumt , als lebensrettende Anrufe zu tätigen und Explosionen zu verhindern.“ (H&S Verlag)

„Theater-Komödie „Handjob““ weiterlesen

Musik & Essen aus aller Welt

Ashia Bison Rouge – muss man hören!    https://vimeo.com/208396155

 

Zu den internationalen Köstlichkeiten gehörte auch Paella Pfanne
Sir Le Mat – mexikanischer Singer Songwriter

Wenn zu köstlichem internationalem Essen auch noch solche Musik gespielt wird.. haut es einen einfach um. Erst traf Ashia Bison Rouge mit Cello, Loopstation und ihrer wunderschönen kraftvollen Stimme die Gäste mitten ins Herz, dann begeisterte uns der mexikanische Singer-Songwriter Sir Le Mat und schließlich ließ uns Laura Sestri, gefeierte Jazz-Sängerin aus Holland, vollends vor Bewunderung in die Knie sinken.

Lesung von Alfons Kujat: „Du nicht!“

      

Nach dem Schauspieler Benno Fürmann hielt der geniale Alfons Kujat eine Lesung bei uns. Der Schauspieler und Moderator, Aktivist, Dichter und Rebell las aus dem Buch „Du nicht! Stories aus dem Leben von Alfons Kujat“, geschrieben von Albert Scharenberg. Das Publikum brüllte vor Lachen um im nächsten Moment mit offenem Mund die Luft anzuhalten.

Dem alltäglichen Zwang zur Anpassung mit der Lust an der Rebellion begegnen: Im Ostfriesland der späten 60er und 70er Jahre und im Berlin der 80er und 90er hat Alfons Kujat unter anderem als Boxer und Fabrikarbeiter, Soldat, Schauspieler, Koch, Hausbesetzer und Kopfschlachter gelebt und gearbeitet. In seinen kraftvollen und leidenschaftlichen biografischen Stories, aufgeschrieben von Albert Scharenberg, wird gezeigt, was passieren kann, wenn man es Leid ist, sich von irgendwelchen Leuten rumkommandieren zu lassen – und wieso es Spaß macht, selbst auszuteilen.

Albert Scharenberg, Redakteur und Autor, kennt Alfons Kujat aus Ostfriesland. Er veröffentlichte unter anderem Bücher über Malcolm X, über Berlin und zur Kritik der Globalisierung.

Stummfilmnacht mit Live-Begleitung

„Die Reise zum Mond“ – Science Fiction Stummfilm des französischen Filmpioniers Georges Méliès von 1902

Die preisgekrönten Filmmusiker Oli Biehler und Lorenz Dangel (Deutscher Filmpreis, Deutscher Fernsehpreis etc.) beehrten uns für eine Stummfilm-Nacht. Zu so zaubervollen Filmen wie „Die Reise zum Mond“ gab es Live-Begleitung samt Geige, Gitarre & Co.