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Lesung von Alfons Kujat: „Du nicht!“

      

Nach dem Schauspieler Benno Fürmann hielt der geniale Alfons Kujat eine Lesung bei uns. Der Schauspieler und Moderator, Aktivist, Dichter und Rebell las aus dem Buch „Du nicht! Stories aus dem Leben von Alfons Kujat“, geschrieben von Albert Scharenberg. Das Publikum brüllte vor Lachen um im nächsten Moment mit offenem Mund die Luft anzuhalten.

Dem alltäglichen Zwang zur Anpassung mit der Lust an der Rebellion begegnen: Im Ostfriesland der späten 60er und 70er Jahre und im Berlin der 80er und 90er hat Alfons Kujat unter anderem als Boxer und Fabrikarbeiter, Soldat, Schauspieler, Koch, Hausbesetzer und Kopfschlachter gelebt und gearbeitet. In seinen kraftvollen und leidenschaftlichen biografischen Stories, aufgeschrieben von Albert Scharenberg, wird gezeigt, was passieren kann, wenn man es Leid ist, sich von irgendwelchen Leuten rumkommandieren zu lassen – und wieso es Spaß macht, selbst auszuteilen.

Albert Scharenberg, Redakteur und Autor, kennt Alfons Kujat aus Ostfriesland. Er veröffentlichte unter anderem Bücher über Malcolm X, über Berlin und zur Kritik der Globalisierung.

1000 GESTALTEN – unsere KunstAktion zum G20 Gipfel

 
Wir wollten Menschen mobilisieren. Wir wollten den G20 Gipfel dafür nutzen um mit einer Kunstperformance Bilder der friedlichen, aktiven und selbstbewussten Zivilgesellschaft rund um die Welt zu senden.

Wir haben es geschafft und es war überwältigend!

Im Laufe der letzten fünf Monate haben vor und hinter den Kulissen weit über 1000 Menschen dafür gearbeitet, viele von ihnen waren vorher noch nie Teilnehmer einer Kunstaktion, sind nie zuvor auf die Straße gegangen. Menschen aus über 85 Städten in ganz Europa meldeten sich als Performer und Helfer an – per Crowdfunding kamen über 20.000 Euro Spenden zusammen.

Die beeindruckenden Bilder wurden samt ihrer Botschaft national und international in den Medien aufgegriffen und interpretiert . Von der Tagesschau und zahllosen Medien in Deutschland bis hin zu CNN, Washington Post, The Guardian, Newsweek oder Rolling Stone und Titelseiten auf Zeitungen in der ganzen Welt.

Die 1000 GESTALTEN kommen!

Foto: Christian Angl
Foto: Christian Angl
Foto: Kai Schächtle

Der G20-Gipfel in Hamburg rückt näher – Die erste Delegation unserer 1000 GESTALTEN – Kunstaktion ist am 17. Juni durch die Hamburger Innenstadt gezogen.

Bei der ersten Vorab-Aktion der Kunstperformance 1000 GESTALTEN ist am vergangenen Samstag eine Delegation der verkrusteten Lehmgestalten durch Hamburgs Innenstadt gezogen. Die Fotos, die dabei entstanden sind, geben nicht nur einen Eindruck davon, wie die Haupt-Performance am 5. Juli aussehen wird. Sie zeigen auch, wie irritiert und fasziniert die Passanten auf die Gestalten reagiert haben. Viele interessierten sich für die Hintergründe der Aktion und begannen Gespräche über deren Motive – so, wie es sich die Initiatorinnen und Initiatoren vorgestellt haben.

Das Medienecho war jetzt schon enorm:

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Theater: Ein Akt aus dem „Sommernachtstraum“ von William Shakespeare

Fotos: Christian Angl

Foto: Tim Schröder

„Der Sommernachtstraum“ gehört zu den meistgespielten Werken Shakespeares. Der Spielort ist ein an die Stadt angrenzender verzauberter Wald.

Unser Kulturverein hat sich vorgenommen, jedes Jahr einen Erzählstrang dieses Werkes zu spielen. Dieses Jahr (im Zweiten Teil) verlaufen sich vier Städter im Wald und erleben ihr blaues Wunder. Am Schluß war auch das Publikum verzaubert.

Spieler: Freunde und Vereinsmitglieder. Leitung: Jule Torhorst. Kostüm: Daphne Roeder

Das klassische Orchester „Kamerata Obskura“ beehrt uns am See

 

Fotos: Christian Angl
Foto: Tim Schröder

Konventionen außer Acht lassen, expressiv und leidenschaftlich performen – ein wundervolles Beispiel dafür wie Oper und klassische Musik neue Fans gewinnen kann. Es hat uns von den Bänken gerissen!

Das Orchester, das unter der Leitung des Dirigenten Tobias Haußig nun mit historisch informiert-kantigen Akzenten und solistischem Eifer in ein Programm durch die verschiedenen Epochen der Musikgeschichte startet, ist die Kamerata Obskura, in der sich unter anderem ambitionierte Laienmusiker aus dem Jungen Ensemble Berlin  zu einer flexiblen Kammermusikformation in wechselnder Besetzungsstärke zusammengeschlossen haben. Von Anfang an stand die Aufführung klassischer Musik an Orten, die man damit nicht zwangsläufig in Verbindung bringt, im Vordergrund. Zu unserer Aller Freude erneut bei uns zu Gast. Abendgarderobe und die Aufforderung zum Tanz waren willkommen.

Programm: Jan Dismas Zelenka –  Hipocondrie á 7 Concertanti  in A, Igor Stravinsky – Dumbarton Oaks, Gioachino Rossini – Barbier von Sevilla Ouvertüre und Cavatina, Astor Piazzolla – Oblivion

Kindertheater „Max und Moritz“ auf unserem Pfingst-Fest

Fotos: Jane Saks

Es war toll! Das Berliner Kindertheater KOLONASTIX interpretiert den Klassiker für sich und das Publikum neu und stellt so „Max und Moritz“ in eine Reihe mit anderen unangepassten, gegen Autoritäten aufbegehrenden Heldinnen und Helden der Kinderliteratur. Drei Kinder, gespielt von drei Darsteller_Innen, lassen sich in einen Supermarkt einschließen. Dort er-spielen sie sich die altbekannte Geschichte von „Max und Moritz“ – auf völlig neue Art: Dabei kommen Slapstick und Situationskomik, Bewegungs- und Objekttheater, Sprachwitz und musikalisch-rhythmische Sprachbehandlung zum Einsatz, so dass „Max und Moritz“ ein Spaß für die ganze Familie wird.

Kindertheater KOLONASTIX

Juchu! Auch in diesem Jahr wird bei uns auf dem Platz an Pfingsten wieder Kindertheater stattfinden: KOLONASTIX wird „Max & Moritz“ nach Wilhelm Busch aufführen. Der Eintritt für alle unter 14 ist frei.

Foto: Marc Gilsdorf

Renaturierung & Müllentsorgung

 

Nicht nur die Pflege und Entwicklung des Vereinsgrundstücks samt seiner Infrastruktur beanspruchen unsere Mitglieder in hohen Maßen, auch Renaturierung und Müllentsorgung werden noch für Jahre Gegenstand der Vereinstätigkeit sein.

Wir haben großflächig Steinplatten und in den Boden gegossene Betonverankerungen zurück gebaut, Anhänger voller Schutt und Steine transportiert, zahlreiche Hinterlassenschaften von Jahrzehnten aus dem Schilf des Uferbereiches und den Büschen gezogen. Immer noch ist an vielen Stellen sich zersetzendes Plastik über Flächen von vielen Quadratmetern in 20cm Tiefe im Boden vergraben.

 

Die Theaterproben haben begonnen

Foto: Christian Angl

Es wird wieder gespielt! Vereinsmitglied Jule Torhorst, Schauspielerin, Regisseurin und Coach, leitet auch dieses Jahr wieder einen Theaterkurs, der offen für alle ist. Von Dezember bis Mai wird alle zwei Wochen ein Erzählstrang des Sommernachtstraums geprobt um ihn an Pfingsten bei uns auf dem Platz aufzuführen.

Von Dezember bis April finden die Proben in Ermangelung von Räumlichkeiten in Berlin statt. Ab Mai spielt das Wetter hoffentlich mit und es geht raus!

Als Schauspieler dieses Mal dabei sind Philipp W., Claudius, Fares, Olli D., Arina, Onaima, Teresa, Rose, Leonie, Jane und Olaf.

Kostüm und Ausstattung übernimmt wieder die großartige Daphne Roeder.

Naturschatz Magerwiese angelegt

 

Unser Boden auf dem Gelände ist überwiegend trocken und nährstoffarm, da liegt es nah, eine Magerwiese anzulegen. Magerwiesen sind richtige Naturschätze, artenreiche Biotope die als Rückzugsgebiet für zahlreiche Tiere und Pflanzen dienen die auf der Roten Liste gefährdeter Arten stehen.

Es gibt Magerwiesen nur noch sehr selten weil man sich gezielt um sie kümmern und beispielsweise die Mahd entfernen muss um den Artenreichtum zu erhalten. Früher passierte das automatisch durch die Landwirtschaft, aber inzwischen rentiert sich das nicht mehr.

Damit man den wertvollen Lebensraum und die gefährdeten Tier- und Pflanzenarten aus der Nähe beobachten kann, gibt es eine kleine Plattform zum Sitzen, Liegen, Gucken und Staunen.

Kultur mit 5 Sinnen – Unsere Ausstellungseröffnung !

Als Abschluss und Ergebnis unserer Workshop-Tage stand eine Ausstellung.

Begegnungsebenen im Spreewald schaffen / gefördert vom Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kultur des Landes Brandenburg

Der Kulturaustausch und die gemeinsamen Erlebnisse wurden zu einer Ausstellung verarbeitet die nun im Flüchtlingsheim in Wutscherogge, das ein Übergangsheim ist, hängt. Sie heißt die Neuankömmlinge dort willkommen und zeigt ihnen, in welcher Region Deutschlands sie gelandet sind. Zu sehen sind die Einflüsse der jeweiligen Kulturen und das Zusammenfließen ebendieser an unseren Projekttagen. Continue reading

Vortrag bei der Brandenburgischen Sportsjugend

Bildschirmfoto von http://sportjugend-bb.de/

Unsere Vereinsmitglieder sind in den unterschiedlichsten Bereichen aktiv und vernetzen sich mehr und mehr in der Region. Maja Göpel, Gründungsmitglied von Neu am See, wurde von der Brandenburgischen Sportjugend dazu eingeladen einen Vortrag auf ihrem jährlichen Jugendhauptausschuss zu halten. Dieser ist das oberste Beschlussorgan des BSJ und diskutiert strategische Fragen der Sportvereine in Brandenburg und ihrer inhaltlichen Ausrichtung im Bildungsprogramm. Im September 2016 wurde in Blossin das Thema Nachhaltigkeit und der Zusammenhang mit Sport bzw. Sportvereinen auf die Agenda gesetzt. Die promovierte Politikwissenschaftlerin und Autorin des Buches „The Great Mindshift“ ist Expertin auf dem Gebiet Nachhaltigkeitstransformationen und diskutierte mit Leitungskräften und Programmorganisatoren die Zusammenhänge zwischen Lebensqualität, Gemeinschaft, Aktivität, Integration und dem Schutz unseres Planeten sowie die Rolle von Sportvereinen in der politischen Wahrnehmung.

Kultur mit 5 Sinnen – Tag 2 / Erstellung der Ausstellung

Begegnungsebenen im Spreewald schaffen / gefördert vom Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kultur des Landes Brandenburg

Geflüchtete, Brandenburger und Berliner verarbeiten die Ergebnisse von dem Workshop-Tag 1 zu einer Foto-Ausstellung über die Region, die Kulturen und das Projekt.


Unter der Anleitung der beiden Künstler Samia Hussein und Michael Birn verwandeln wir den Warteraum im Übergangswohnheim Wutscherogge in eine Art 3-D-Karte mit blauem Horizont durch den ganzen Raum.

Ein roter Punkt auf der Weltkarte: Die Wutscherogge. Ein roter Punkt auf der Europakarte. Immer derselbe Ort. Deutschland, Brandenburg, Spreewald. Immer der rote Punkt. Wir zoomen uns heran an diesen Ort, an dem alle gerade zufällig Zwischenstation machen, Continue reading